Auch wenn es oft anders aussieht, die
Jungkatze lerntdie einzelnen Bewegungsabläufe nicht.
Alle wesentlichen Elemente des
Beutefanges sind jeder gesunden Katze angeboren. Keine dieser
Bewegungsweisen muss ( im üblichen Sinn ) erlernt, bzw. erworben werden.
Spielende Katzen trainieren: Sie stärken
damit ihre Muskeln, Sehnen und Knochen und steigern so die
Treffsicherheit und den Erfolg der einzelnen Bewegungsausführungen, ohne
die angeborenen Bewegungsmuster zu verändern ( Reifung ).
Auf dem Video erkennt man ganz deutlich
die Übersprunghandlung von Katze Coco. Die Katze tippt die Maus mit der
Pfote an, verharrt bewegungslos aus, schaut gleichgültig in die Gegend –
um dann wieder die Beute zu bewegen, anzustupsen.
Gleichzeitig erkennen wir an Cocos Reaktion
das Gehemmte Spiel. Coco findet die Beute zwar interessant, spielt mit ihr,
wirbelt die Maus umher, aber alles doch recht träge. Woran liegt das?
Es gibt verschiedene Gründe für das
Verhalten: Die Stimmung ist nicht die richtige. Oder das Beutetier ist zu
reizlos. Die Tageszeit spielt eine Rolle, oder auch eine ungewohnte
Umgebung.... in unserem Fall war Coco vermutlich satt. Sie hatte gerade
ihren Mittagssnack verspeist und hatte keinen Hunger. Dennoch muss sie im
Training bleiben. Jede Katze. Denn wie sonst sollte eine gerade mal satte
Mutterkatze ihre Jungen mit Nahrung versorgen. Alles andere als nur ein
Spiel und grausam ist es aus diesem Grund schon gar nicht: Es ist
überlebensnotwendig.