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Die hyperthrophe
Kardiomyopathie (HCM)
Die HCM ist eine Herzmuskelerkrankung
welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Die
Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte
umfassen. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den
Kammerinnenraum, wobei sich das Volumen verkleinert. Das Herz kann sich
jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem
Rückstau kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der
Lunge) oder Flüssigkeitsansammlungen in der Brusthöhle sind die Folge.
Unbehandelt endet eine HCM in den meisten Fällen mit dem Tod.
Der Tod durch HCM kann durch
drei Mechanismen erfolgen: durch plötzlichen Herztod wie z.B. durch
Rhythmusstörungen und Kammerflimmern, durch Herzversagen (Symptome sind
Herzrasen, beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit, Lungenödem) oder durch Bildung
von Blutgerinnsel. Die Blutgerinnsel können sich ablösen und in den
Blutkreislauf verschleppt werden. So kommt der s.g. "Sattelthrombus"
an der Becken- und Beinarterie mit Lähmung der Hinterbeine zustande.
Welche Katzen erkranken an HCM?
Häufig betroffene Rassen sind
Maine Coon, Perser, Ragdoll, Rex, Norwegische Waldkatzen, Amerikanisch
und Britisch Kurzhaar.
Was sind die Ursachen für HCM?
Man unterscheidet zwischen
primären und sekundären HCM. Primär bedeutet, dass die Ursache im
Herzmuskel selbst liegt. Es handelt sich um einen genetischen Defekt,
welcher weitervererbt wird. Männliche Tiere sind früher bzw. öfters
betroffen als weibliche Tiere. Die betroffenen Katzen sind meistens
zwischen 3/4 und 5 Jahre alt. Sekundäre HCM wird meist durch
Krankheiten ausgelöst die nicht erblich sind.
Welche Krankheitszeichen ruft eine
HCM hervor?
Die
Erkrankung ist im Anfangsstadium, wenn überhaupt, nur sehr schwer zu
erkennen. Katzen zeigen selten typische Anzeichen wie Husten oder
Leistungsschwäche. In fortgeschrittenen Stadien kommt es oft zu
Atemnot, welches sich oft durch Hecheln zeigt. Weitere Symptome können
sein:
-
mangelnder Appetit
-
vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis
-
deutlich nachlassende Spielfreude und Belastbarkeit
-
beschleunigte Atmung und/oder Herzfrequenz
-
unklare Umfangsvermehrung des Leibes durch Wasseransammlung
Wie wird HCM diagnostiziert?
1.
Tierärztliche Untersuchung
Die
ärztliche Untersuchung umfasst u.a. das Abhören von Herz und Lunge.
Hinweise auf eine Herzerkrankung sind Herzgeräusche, von denen es
allerdings auch harmlose gibt. Viele Katzen mit HCM haben aber kein
Herzgeräusch, ist ein solches vorhanden, sollte immer eine
Ultraschalluntersuchung folgen.
2.
EKG
Ein EKG
sollte immer gemacht werden, wenn beim Abhören des Herzens
Unregelmäßigkeiten wie Rhythmusstörungen, Aussetzer usw. festgestellt
werden.
3.
Röntgen
Röntgenbilder können eine Vergrößerung des Herzens sowie evtl. bereits
Anzeichen eines Stauungsergusses in den Brustkorb oder Wasser in der
Lunge zeigen. Die Vergrößerung des Herzmuskels kann auf dem Röntgenbild
sehr oft nicht erkannt werden, da der Muskel in den Innenraum wächst und
das Herz normal groß ausgeprägt ist!
4.
Diagnose durch Ultraschall und FarbDoppler
Die
endgültige und einzig sichere Diagnose kann nur durch ein
Herzultraschall gestellt werden. Hierbei wird nicht nur die Dicke des
Herzmuskels gemessen, sondern mit Hilfe eines FarbDopplers die
Blutflussrichtung und -geschwindigkeit ermittelt.
Ultraschalluntersuchung ohne FarbDoppler bietet keine ausreichende
Diagnose!
Um eine
Verbreitung dieser Krankheit zu vermeiden, sollten alle Katzen, die zur
Zucht eingesetzt werden, auf HCM untersucht werden. Das alleine hilft
jedoch nicht, sondern nur die Konsequenz, diese aus der Zucht zu nehmen.
5.
Diagnose durch Gen Test (Maine Coon)
Vor
kurzer Zeit konnten jedoch eine Mutation eines krankmachenden
Gens (MYPBC3) identifiziert werden. Die Entdeckung dieser Mutation
führte zur Entwicklung eines Gen Tests, bei dem mit hoher Sicherheit
Katzen identifiziert werden können, die diese Mutation tragen oder frei
von ihr sind. Bei einem positiven Nachweis kann davon ausgegangen
werden, dass sich, bedingt durch ein defektes Protein, eine HCM
ausbilden bzw. weitervererben wird. Zurzeit ist dies eine weitere
Möglichkeit eine erbliche HCM bei Maine Coon Katzen per Bluttest
festzustellen, allerdings eben nur diese eine Mutation
Da es
zurzeit nicht bekannt (absehbar) ist wie viele HCM-verantwortliche
Genmutationen es gibt, ist eine Dopplerschallung in regelmäßigen
Abständen zusätzlich zum Gen Test erforderlich, um eine aussagekräftige
Diagnose zu erhalten.
Detaillierte Infos teile
ich sehr gerne in einem
persönlichen Gespräch mit.
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