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Sterilisation /
Kastration
Kastration
– Sterilisation?... was ist der Unterschied?
Bei der
Sterilisation kommt es zu einer Unterbrechung der Ei- oder der
Samenleiter. Dadurch erreicht man jedoch keine Veränderung der
Verhaltensweise, denn dieser Eingriff hat keinerlei Einfluss auf die
Hormone.
Das ideale
Alter für eine Kastration ist nicht exakt bestimmbar. Allgemein wird
der Eingriff im Alter von 6 bis 12 Monaten durchgeführt, da der
Geschlechtstrieb dann noch nicht ausgebildet ist.
Mit einer
Kastration bei Katzen zwischen dem sechsten und achten Monat vermeidet
man, dass die Katze überraschend trächtig wird.
Unternimmt man
dahingehend nichts, wird mit Einsetzen der Geschlechtsreife die Katze
„rollig“. Abgesehen von den begleitenden extremen Lautäußerungen:
eine Katze, die ständig rollt und nicht vom Kater gedeckt wird läuft
Gefahr an einer permanenten Rolligkeit „zu erkranken“, die dazu führen
könnte, dass sich Geschwüre an der Gebärmutter oder den Eierstöcken
bilden.
Mit einer
Kastration bei Katern vermindert sich häufig das Risiko des
sogenannten Markierens ( Duftmarken absetzen um das Revier zu
markieren ).
Da das
Markierverhalten/ Urinieren eine sehr komplexe Thematik ist und nicht
immer im Zusammenhang mit Sexualverhalten steht, sollte es spezifisch
betrachtet werden. Das Kastrieren eines markierenden, bis dato
potenten Katers, führt nicht zwangsläufig dazu, dass er sein
Verhalten ändert!
Umgekehrt kann
auch ein nicht-potenter Kater ( trifft auch für Katzen zu ) mit Urin
markieren!
Kastration
dient also vorrangig dazu das Sexualverhalten zu kontrollieren.
Seit einigen
Jahren sind die USA führend in der Diskussion um die sogenannte „Frühkastration“.
Das hat auch in Deutschland eine kontrovers geführte Debatte unter Züchtern
ausgelöst. Ärzte führen den Eingriff in der 12. – 14. Lebenswoche
bei Katern durch und ebenso wie bei den Züchtern ist auch dort das
Thema umstritten.
So sollen
diese Maßnahme der frühen Kastration keinerlei Auswirkungen auf das
spätere Verhalten und die Gesundheit haben.
„Jung kastrierte
Katzen werden im Gegenteil eher etwas größer als intakte...“
Womit wir dann
bei der Formulierung „keinerlei Auswirkungen“ ansetzen könnten!
Persönlich
halte ich nichts von dieser frühen Art des Eingriffs.
Speziell bei
der sowieso schon groß gezogenen Maine Coon Rasse verzichtet man doch
besser auf einen unkontrollierten Größenanstieg, der sich im Übrigen
auf das Körpervolumen bezieht – der Kopf bleibt häufig bei der Größenentwicklung
zurück und bei Katern entwickelt sich damit der sogenannte
„Katerkopf“ nicht.
Nichtbefürworter
der Frühkastration führen das auf die mangelnde Hormonausbildung zurück.
Das macht Sinn, erinnern wir uns nochmal daran, dass Katzen im
allgemeinen nicht vor dem sechsten Monat zur Geschlechtsreife
gelangen.
Grundsätzlich
ist eine Kastration dann anzuraten, wenn es nicht zu Reproduktionen
kommen soll – erst Recht, wenn es sich bei den Tieren um Freigänger
handelt!
Falls Sie sich
für eine Rassekatze interessieren und der Züchter nur frühkastriert
abgibt, erkundigen Sie sich nach seinen Gründen.
Der Preis für
Kastration bei Kater/ Katze variiert zwischen 40,-- / 90,-- Euro.
In dem
direkten Zusammenhang mit dem chirurgischem Eingriff stehen die
Folgeerscheinungen: ein geringerer Grundbedarf an Energie und eine erhöhte
Nahrungsaufnahme. Die Gewichtszunahme kann bis zu 26% ansteigen, wenn
man der Katze / Kater freie Nahrungsaufnahme „gestattet“.
Anzuraten ist
hier also eine langsame Futterumstellung auf wenig fetthaltige
Produkte. Damit lässt sich das Gewicht sehr gut kontrollieren.
Grundsätzlich
kann man auch schon einige Zeit vor der Operation damit beginnen, so vermeidet man zusätzlichen Stress nach der
Kastration.
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